Plädoyer für den Artenschutz
In seiner „essayistischen Intervention“ geht es dem Hamburger Evolutionsbiologen Matthias Glaubrecht darum, die zwei vom Menschen verursachten Phänomene Klimawandel und Artensterben voneinander zu trennen und so zu definieren, dass sie (endlich!) von Laien verstanden werden. Gleichzeitig gelingt es ihm, ihr komplexes Zusammenspiel zu erläutern. Seine vorgetragenen Thesen sind recht provokant; so spricht er beispielsweise davon, dass Kipppunkte nicht existieren, Artenschutz seit Jahrzehnten falsch verstanden sowie kontraproduktiv praktiziert wurde und dass wir noch immer von skrupellosen Lobbyisten hinters Licht geführt werden. Für uns Angler besonders interessant ist dabei der Umstand, dass uns die Regierungen aller 16 Bundesländer beim Ausweis von Naturschutzgebieten gezielt mit „Taschenspielertricks“ täuschen. Ein sehr lesenswertes Buch für alle, die beim Thema Artenschutz nicht nur mitreden, sondern auch mithandeln wollen.
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Matthias Glaubrecht: Das stille Sterben der Natur. Wie wir die Artenvielfalt und uns selbst retten. Bertelsmann Verlag, 2025, 224 S., ISBN: 978-3-570-10572-6, Preis: 22 Euro.

